Sofies Welt

 

Jahr: 2012

Musical von: Gisle Kverndock

Roman: Jostein Gaarder

Deutsch von: Verena Reichel

Anfang der 90er Jahre wurde der Roman „Sofies Welt“ des Norwegers Jostein Gaarder zu einem Welterfolg. Als im Frühjahr bekannt wurde, dass der Jugendchor „Sofies Welt“ probt, war die Reaktion stets gleich: „Ihr macht Sofies Welt? Ein tolles Buch!“ Und dann folgte meist: „Wie kann man aus einem so komplexen Stoff ein Musical machen?“

Ein anspruchsvoller Inhalt und für uns ungewohnt jazzige Musik – „Sofies Welt“ verlangt von allen Mitwirkenden, über die bisherigen Grenzen hinauszuwachsen.

 

Nimmt man es zunächst einmal abschätzend in die Hand, um darin zu blättern, erstaunt die Dicke des Wälzers. Welcher Jugendliche hat schon die Geduld und die Lust, sich durch 614 Seiten durchzukämpfen? Kaum ein Erwachsener will sich das zumuten. Noch dazu, wenn es sich um ein so trockenes Gebiet wie die Philosophie handelt.

Und doch. Viele Leser werden den fetten Schmöker erst dann aus der Hand legen, wenn sie Sofies Welt erkundet haben. Geht es doch dabei um nichts Geringeres als die großen Fragen der Menschheit.

Sofie ist ein junges Mädchen, das im Sommer seinen 16. Geburtstag feiert und aus heiterem Himmel merkwürdige Briefe erhält, mit so komischen Fragen wie zum Beispiel: "Wer bist du?", "Woher kommt die Welt?" oder "Gibt es ein Leben nach dem Leben?". Aber es kommen auch Briefe an ein anderes Mädchen namens Hilde, das bei Sofie wohnen soll.

Sofie macht sich auf, Hilde zu suchen und begegnet dabei Alberto Knox, der ihr einen Philosophiekurs anbietet. Dabei lernt Sofie in kürzester Zeit mehr, als in einem Jahr an der Schule.

Noch dazu ist es hochinteressant, was Alberto über die Zeit der Mythen zu berichten weiß. Er erzählt von den Griechen, legt einen rasanten Streifzug durchs Mittelalter ein, beschreibt Renaissance, Barock und die wichtigsten Denker der Aufklärung und arbeitet sich an exemplarischen Beispielen wie Freud und Sartre bis zur Gegenwart durch.

Bilder vom Musical