Misa Tango

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Tango ist Leidenschaft, Sehnsucht, Schmerz und Melancholie. Von den Rotlichtvierteln in Buenos Aires aus eroberte er Anfang des 19. Jahrhunderts die Welt. Tango erzählt von der Anziehung der Geschlechter, vom Scheitern der Liebe und von gesellschaftlichen Missständen. Sein Rhythmus sind Synkopen. Seine Natur ist Hingabe.

Mit dem Bandoneon-Spieler und Komponisten Astor Piazzolla hielten Mitte der Fünfzigerjahre Elemente aus Klassik, argentinischer Folklore und Jazz Einzug in die traditionelle Tangomusik. Mit dem Tango Nuevo schuf Piazzolla eine Musik, die zum Zuhören eher geeignet ist als zum Tanzen, und ebnete dem Tango den Weg aus den Tanzsälen und Bars in die Konzertsäle.

Der argentinische Komponist Martín Palmeri (*1965) sprengt, wie vor ihm Piazolla, die Grenzen des Genres. In seiner „Misa a Buenos Aires“ (1996) gehen die Klänge des Tangos eine Symbiose mit der klassischen Liturgie ein: Bachs Linearität trifft hier auf den schnittigen Rhythmus und die ausdrucksstarke Melodik Piazzollas. Dabei klingen viele Passagen verführerisch klassisch — aber eben oft synkopisch gegen den Takt verschoben und lustvoll jazzig. Die gesungene Hingabe an Gott geht mit der Hingabe an das Leben und die Liebe eine stimmige Verbindung ein.

Bilder Misa Tango

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